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Die Basiswerte gelten, sofern nicht abweichend spezifiziert, für alle Nachweise in den Grenzzuständen der Tragfähigkeit, Ermüdung und Gebrauchstauglichkeit.

Bemessungsmodus
| • | Standard: Normalmodus zur Bemessung für Biegung mit Normalkraft im gesamten Beanspruchungsbereich. Bewehrung wird soweit wie möglich im Zugbereich ermittelt. |
| • | Symmetrisch: Bemessung für symmetrische Bewehrung. Im Gegensatz zum Normalmodus werden, wenn eine Bewehrungserhöhung erforderlich ist, alle Bewehrungslagen erhöht. |
| • | Druckglied: Für Druckglieder wird eine symmetrische Bemessung unter Berücksichtigung der Mindestbewehrung nach EN 1992‑1‑1, Kapitel 9.5.2 (2), durchgeführt. |
Faktor für as in Querrichtung
Gemäß EN 1992‑1‑1, Kapitel 9.3.1.1 (2), darf bei einachsig gespannten Platten die Querbewehrung in der Regel nicht weniger als 20% der Hauptbewehrung betragen. Die Untersuchung erfolgt programmseitig mit den Ergebnissen der Biegebemessung getrennt für die Ober- und Unterseite des Querschnitts. Die Richtung mit der größten Bewehrungsmenge je Querschnittsseite definiert dabei jeweils die Hauptbewehrungsrichtung. Die Zuweisung der faktorisierten Bewehrung in Querrichtung erfolgt dann über korrespondierende Bewehrungslagen.
DIN EN 1992‑1‑1: Bei zweiachsig gespannten Platten soll die minderbeanspruchte Richtung mindestens mit 20% der höherbeanspruchten Richtung bewehrt werden. |
Reduktionsfaktor der Vorsp. für Robustheit
Für die Anordnung der Robustheitsbewehrung sind die Vorschriften des Kapitels 6.1 (110) maßgebend. Danach soll bei Ermittlung der Zugzone die statisch bestimmte Wirkung der Vorspannung unberücksichtigt bleiben. Da diese bei Flächentragwerken nicht bestimmbar ist, kann ersatzweise die Vorspannung mit einem Reduktionsfaktor abgemindert werden. Die Wahl eines geeigneten Wertes liegt im Ermessen des Anwenders.
Bemessung ohne Berücksichtigung vorgegebener Bewehrungsverhältnisse
Falls gewählt, erfolgt eine bei der Bemessung erforderliche Bewehrungserhöhung ohne Berücksichtigung der durch die Grundbewehrung vorgegebenen Bewehrungsverhältnisse.
Nutzhöhe
Statisch wirksame Höhe für die Schubbemessung von Flächenelementen [m].
Neigung cot Theta
cot Θ definiert die Neigung der Betondruckstreben gemäß EN 1992‑1‑1, Kapitel 6.2.3 (2), Gl. (6.7N). Das Programm schlägt den Wert 1 vor (45° Druckstrebenneigung). Davon abweichend kann der Anwender einen Wert innerhalb der national zugelassenen Grenzen frei wählen. Die Vorgabe eines größeren Wertes hat in aller Regel eine geringere erforderliche Querkraftbewehrung Asw, eine geringere aufnehmbare Querkraft VRd,max und ein größeres Versatzmaß a1 nach Kapitel 9.2.1.3, Gleichung (9.2), zur Folge.
DIN EN 1992‑2: Der Druckstrebenwinkel ist nach Gl. (6.107aDE) auf 1,0 ≤ cot Θ ≤ x ≤ 1,75 zu begrenzen, wobei x einen beanspruchungsabhängigen Grenzwert darstellt. Im Dialog werden für cot Θ wie in DIN 1992‑1‑1, Gl. (6.7aDE), Eingabewerte bis zu 3 zugelassen. Die daraus folgende mögliche Überschreitung des Höchstwerts von 1,75 liegt im Ermessen und in der Verantwortung des Anwenders. Für den Nachweis stehen vier Berechnungsmethoden zur Auswahl:
Die tatsächlich wirksame Neigung der Betondruckstreben wird für jeden Nachweisort im Protokoll ausgegeben. |
ÖNORM B 1992‑1‑1: Die Druckstrebenneigung wird durch tan Θ beschrieben und ist nach den Gleichungen (3AT) und (4AT) zu begrenzen. |
SS EN 1992‑1‑1: Bei vorgespannten Bauteilen gilt gemäß Artikel 15 abweichend von Gl. (6.7N) die Bedingung 1,0 ≤ cot Θ ≤ 3,0. |
Asl nach Bild 6.3
Die anzurechnende Biegezugbewehrung nach EN 1992‑1‑1, Kapitel 6.2.2, Bild 6.3 [cm²].
Asl erhöhen bis
Bei Flächen kann optional ein Größtwert angegeben werden, bis zu dem das Programm automatisch den vorgenannten Eingabewert erhöht, um Bügelbewehrung zu vermeiden [cm²].
Stahlgüte der Bügel
| • | 420S: Betonstabstahl mit fyk = 420 MN/m². |
| • | 500A: Betonstabstahl mit fyk = 500 MN/m². |
| • | 500M: Betonstahlmatten mit fyk = 500 MN/m². |
| • | Allgemein: Frei definierbare Stahlgüte [MN/m²]. |
Die Stahlgüte gilt ebenfalls für die Bemessung der Torsionslängsbewehrung.
Bemessung wie Platten
Stäbe bzw. Bemessungsobjekte werden wie Platten behandelt, d.h. es wird gemäß EN 1992‑1‑1, Kapitel 6.2.1 (4), keine Mindestquerkraftbewehrung ermittelt, wenn rechnerisch keine Querkraftbewehrung erforderlich ist.
Faktor für rho.w,min
Der Mindestbewehrungsgrad ρw,min wird über einen Faktor in Bezug auf den Grundwert für Balken nach EN 1992‑1‑1, Kapitel 9.2.2 (5) festgelegt.
DIN EN 1992‑1‑1, ÖNORM B 1992‑1‑1: Bei Platten mit VEd > VRd,c ist mindestens der 0,6‑fache Wert der Mindestbewehrung von Balken erforderlich. |
DIN EN 1992‑1‑1: Für gegliederte Querschnitte mit vorgespanntem Zuggurt ist nach Gleichung (9.5bDE) der 1,6‑fache Wert anzusetzen. |
SS EN 1992‑1‑1: In den Brandschutzklassen 1 und 2 darf gemäß Artikel 26 ρw,min zu Null gesetzt werden, wenn rechnerisch keine Schubbewehrung erforderlich ist. |
Bemessung als Kreisquerschnitt
Bei kreis- und ringförmigen Querschnitten kann alternativ die Querkraftbemessung nach Bender et al. (2010) für die resultierende Querkraft Qr = √(Qy² + Qz²) gewählt werden. Die zugehörigen Eingaben erfolgen auf der Dialogseite Schubquerschnitt.
Verlegemaß cv,l
DIN EN 1992‑2: In DIN EN 1992‑1‑1, Kapitel 6.2.3 (1), wird der innere Hebelarm z auf das Maximum aus z = d – cv,l – 30 mm und z = d – 2cv,l begrenzt. Dabei ist cv,l das Verlegemaß der Längsbewehrung in der Betondruckzone. Das Programm schlägt für cv,l den kleinsten Achsabstand der Längsbewehrung vom Querschnittsrand, d1, vor. |
Getrennter Nachweis für x- und y‑Richtung
DIN EN 1992‑2: Nach DIN EN 1992‑1‑1, Kapitel 6.2.1 (10), darf bei zweiachsig gespannten Platten der Querkraftnachweis in den Spannrichtungen x und y getrennt geführt werden. Die problemgerechte Orientierung der Bewehrungsrichtungen obliegt dem Anwender. |
Hebelarm aus Biegebemessung
DIN EN 1992‑2: Normalerweise wird für den Querkraftnachweis bei Flächenelementen der Hebelarm z zu 0,9·d. angenommen. Alternativ kann der Hebelarm aus der Biegebemessung verwendet werden. Das Programm ermittelt an jedem Nachweisort für beide Bewehrungsrichtungen den größten Hebelarm je Nachweissituation und begrenzt ihn auf den Bereich 0,1·d ≤ z ≤ max( d – 2cv,l; d – cv,l – 30 mm). |
Nachweis S2 im Zustand I
DIN EN 1992‑2: Abweichend von DIN EN 1992‑2, Kapitel 6.3.2 (NA.106), wird bei Kastenquerschnitten die Hauptdruckspannung σ2 gemäß DIN Fachbericht 102:2003, Kapitel 4.3.3.2.2 (2), grundsätzlich im Zustand I aus der mittleren Längsdruckspannung σEd und der Schubspannung aus Torsion τEd,T = TEd / (2 · Ak · teff) ermittelt. |