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Die Vorgaben gelten für die Berechnung der Mindestrissbewehrung und den Nachweis der Rissbreite.

Querschnittsrand
Die folgenden Eigenschaften können für die Querschnittsränder und Bewehrungsrichtungen unterschiedlich definiert werden:
| wmax | Grenzwert der rechnerischen Rissbreite [mm]. |
| sr,max | größter zulässiger Rissabstand [mm]. |
| kc | Berechnungsmethode für den Beiwert kc. |
| max. ds | größter vorhandener Stabdurchmesser [mm]. |
| max. s | größter vorhandener Stababstand [mm]. |
Zur Bearbeitung stehen die folgenden Optionen zur Verfügung:
| Standard | Die Standard-Definition gilt für nicht spezifizierte Ränder und Richtungen. |
| Oben, unten, x, y | Definition für den oberen oder unteren Rand in Bewehrungsrichtung x oder y. |
| <Hinzufügen> | Startet den Dialog zum Hinzufügen eines Querschnittsrands. |
| <Löschen> | Löscht den angezeigten Querschnittsrand. |
wmax
Grenzwert für die rechnerische Rissbreite nach EN 1992‑2, Kapitel 7.3.1, Tabelle 7.101N [mm]. Das Programm schlägt den Tabellenwert vor, der sich nach den nationalen Bestimmungen aus der gewählten Expositionsklasse und der Vorspannung des Bauteils ergibt. Nach Freischaltung des Eingabefeldes kann dieser Wert modifiziert werden.
SS EN 1992‑2: In die Bestimmung des Vorschlagswerts nach Artikel 8, Tabelle D‑5, geht zusätzlich die gewählte Lebensdauerklasse ein. |
sr,max
Bei der Berechnung der Rissbreite wird der Rissabstand sr,max standardmäßig nach Gleichung (7.11) der EN 1992‑1‑1 ermittelt. Alternativ kann vom Anwender eine Obergrenze für vorgegeben werden, um z.B. die Besonderheiten der Gleichung (7.14) oder der Absätze (4) und (5) des Kapitels 7.3.4 zu berücksichtigen.
Beiwert kc
Zur Berechnung des Beiwerts kc stehen folgende Methoden zur Auswahl:
| auto | Bei rechteckigen Vollquerschnitten wird kc nach EN 1992‑1‑1, Gl. (7.2), in allen anderen Fällen nach Gl. (7.3) berechnet. |
| Steg | kc wird nach Gl. (7.2) berechnet. |
| Gurt | kc wird nach Gl. (7.3) berechnet. |
max. ds
Größter vorhandener Stabdurchmesser der Betonstahlbewehrung zur Auswertung der Gleichungen (7.6N), (7.7N) und (7.11) in Kapitel 7.3 der EN 1992‑1‑1 [mm].
max. s
Größter vorhandener Stababstand der Betonstahlbewehrung für den vereinfachten Nachweis der Rissbreite nach Kapitel 7.3.3 (2) der EN 1992‑1‑1 [mm].
Festlegung der Betonzugzone
Die Festlegung der Zugbereiche, in denen risseverteilende Mindestbewehrung nach EN 1992‑1‑1, Kapitel 7.3.2, einzulegen ist, kann entweder durch Wahl einer Einwirkungskombination (EK) oder einer Zwangseinwirkung (Biegung, zentrischer Zug) erfolgen.
Dickes Bauteil
DIN EN 1992‑1‑1: Gemäß DIN EN 1992‑1‑1, Kapitel 7.3.2 (5), darf bei dicken Bauteilen unter zentrischem Zwang die Mindestbewehrung zur Begrenzung der Rissbreite nach Gl. (NA.7.5.1) berechnet werden. Damit können sich Einsparungen gegenüber der Berechnung nach Gl. (7.1) ergeben. |
Mindestbewehrung nach Gl. (16AT)
ÖNORM B 1992‑1‑1: Bei zentrischem Zwang darf die Mindestbewehrung zur Begrenzung der Rissbreite nach Gl. (16AT) berechnet werden. Damit können sich Einsparungen gegenüber der Berechnung nach Gl. (7.1) ergeben. |
Beiwert k
Beiwert zur Berücksichtigung nichtlinear verteilter Betonzugspannungen im Querschnitt in EN 1992‑1‑1, Kapitel 7.3.2, Gleichung (7.1).
DIN EN 1992‑1‑1: Bei Zwang innerhalb des Bauteils darf k mit 0,8 multipliziert werden, wobei für h das Minimum aus Höhe und Breite des Querschnitts oder Teilquerschnitts anzusetzen ist. Bei Zugspannungen infolge außerhalb des Bauteils hervorgerufenen Zwangs gilt k = 1,0. |
SS EN 1992‑1‑1: In Abhängigkeit von der Gurtdicke oder Steghöhe h darf k gemäß Artikel 4a zwischen 0,50 (h ≥ 680 mm) und 0,90 (h ≤ 200 mm) angenommen werden. |
Faktor für fctm
Mit diesem Faktor wird die wirksame Betonzugfestigkeit fct,eff in Bezug auf den Mittelwert der Zugfestigkeit fctm festgelegt, und zwar getrennt für die Berechnung der Mindestbewehrung nach Gleichung (7.1) und die Berechnung der Rissbreite nach Gleichung (7.9) der EN 1992‑1‑1. Die vom Betonalter abhängige Zugfestigkeit ist in Gleichung (3.4) des Kapitels 3.1.2 definiert. Wenn der Zeitpunkt der Rissbildung nicht mit Sicherheit innerhalb der ersten 28 Tage festgelegt werden kann, sollte für Gleichung (7.1) mindestens eine Zugfestigkeit von 2,9 MN/m² angenommen werden. Diese Bedingung wird programmseitig erfüllt, sofern der Abminderungsfaktor mit 1,0 vorgegeben wird.
DIN EN 1992‑1‑1: Wenn der Zeitpunkt der Rissbildung nicht mit Sicherheit innerhalb der ersten 28 Tage festgelegt werden kann, wird für Gl. (7.1) mindestens eine Zugfestigkeit von 3,0 MN/m² für Normalbeton und 2,5 MN/m² für Leichtbeton angenommen. |
Faktor für P0
DIN EN 1992‑2: Gemäß DIN EN 1992‑2, Kapitel 7.3.2 (NA.111), soll an Arbeitsfugen mit Spanngliedkopplungen der statisch bestimmte Anteil der Vorspannung (P0) mit dem Faktor 0,75 abgemindert werden. |
Ac,eff ringförmig
Bei kreisförmigen Voll- und Hohlquerschnitten kann der Wirkungsbereich der Bewehrung Ac,eff für den Nachweis der Mindestbewehrung und der Rissbreite nach Wiese et al. (2004) ringförmig ermittelt werden.
Beiwert Xi1
Der Verbundbeiwert ξ1 nach EN 1992‑1‑1, Kapitel 7.3.2, Gleichung (7.5), legt fest, in welchem Maße Spannstahl gemäß 7.3.2 (3) auf die Mindestrissbewehrung angerechnet werden kann. Er geht ferner in die Berechnung des effektiven Bewehrungsgrads nach Kapitel 7.3.4, Gleichung (7.10), und damit in die direkte Berechnung der Rissbreite ein. Bei Flächenelementen ist die Eingabe gesperrt, da hier Spannstahl generell nicht angerechnet wird.
ÖNORM B 1992‑1‑1: Der Verbundbeiwert ξ1 dient auch zur Berücksichtigung des unterschiedlichen Verbundverhaltens von Betonstahl und Spannstahl in den Spannungsnachweisen nach Kapitel 7.2 der Norm. |
Nachweiskombination
Die Einwirkungskombination (EK) für den Nachweis der Rissbreite ergibt sich in der Regel aus der gewählten Expositionsklasse. Alternativ kann eine davon abweichende Kombination gewählt werden.
Nachweismethode
Der Nachweis der Rissbreite kann entweder durch direkte Berechnung nach EN 1992‑1‑1, Kapitel 7.3.4 oder vereinfacht durch Begrenzung der Stababstände mit Hilfe der Tabelle 7.3N erfolgen. Tabelle 7.3N sollte nur bei einlagiger Zugbewehrung mit d1 = 4 cm unter überwiegender Lastbeanspruchung angewandt werden (vgl. Zilch, Rogge (2002), S. 277; Fingerloos et al. (2012), S. 109; Heft 600 des DAfStb (2012), S. 127). Für beide Methoden kann optional eine konstante, mittlere Stahldehnung innerhalb Ac,eff als Berechnungsgrundlage gewählt werden.
ÖNORM B 1992‑1‑1: Die Methode ist bei einlagiger Bewehrung mit den Stababständen gemäß Tabelle 10AT bzw. 11AT anwendbar. Diese gelten für Betondeckungen 25 mm ≤ cnom ≤ 40 mm mit Stabdurchmessern 8 mm ≤ ds ≤ 20 mm. |
Lastdauer; kt
Mit dieser Auswahl wird der Faktor kt in Gleichung (7.9) zur Berechnung der Rissbreite festgelegt.
DIN EN 1992‑2: Für Brücken ist stets der Faktor kt = 0,4 anzunehmen. |