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EN Brückennachweise > Eingaben > EN 1992-2 (Beton) > Querschnittseingaben

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Die Vorgaben gelten für die Berechnung der Mindestrissbewehrung und den Nachweis der Riss­breite.

Querschnittsdialog - Rissbreiten für die Nachweise nach EN 1992‑2

 

Querschnittsrand

Die folgenden Eigenschaften können für die Querschnittsränder und Bewehrungsrichtungen unterschiedlich definiert werden:

wmax Grenzwert der rechnerischen Rissbreite [mm].
sr,max größter zulässiger Rissabstand [mm].
kc Berechnungsmethode für den Beiwert kc.
max. ds größter vorhandener Stabdurchmesser [mm].
max. s größter vorhandener Stababstand [mm].

 

Zur Bearbeitung stehen die folgenden Optionen zur Verfügung:

Standard Die Standard-Definition gilt für nicht spezifizierte Ränder und Richtungen.
Oben, unten, x, y Definition für den oberen oder unteren Rand in Bewehrungsrichtung x oder y.
<Hinzufügen> Startet den Dialog zum Hinzufügen eines Querschnittsrands.
<Löschen> Löscht den angezeigten Querschnittsrand.

 

wmax

Grenzwert für die rechnerische Rissbreite nach EN 1992‑2, Kapitel 7.3.1, Tabelle 7.101N [mm]. Das Programm schlägt den Tabellenwert vor, der sich nach den nationalen Bestimmungen aus der gewählten Expositionsklasse und der Vorspannung des Bauteils ergibt. Nach Freischaltung des Eingabe­feldes kann dieser Wert modifiziert werden.

SS EN 1992‑2:

In die Bestimmung des Vorschlags­werts nach Artikel 8, Tabelle D‑5, geht zusätzlich die gewählte Lebensdauerklasse ein.

 

sr,max

Bei der Berechnung der Rissbreite wird der Rissabstand sr,max standardmäßig nach Gleichung (7.11) der EN 1992‑1‑1 ermittelt. Alternativ kann vom Anwender eine Obergrenze für vorgegeben werden, um z.B. die Be­son­der­hei­ten der Gleichung (7.14) oder der Absätze (4) und (5) des Kapitels 7.3.4 zu be­rück­sich­ti­gen.

 

Beiwert kc

Zur Berechnung des Beiwerts kc stehen folgende Methoden zur Auswahl:

auto Bei rechteckigen Vollquerschnitten wird kc nach EN 1992‑1‑1, Gl. (7.2), in allen anderen Fällen nach Gl. (7.3) berechnet.
Steg kc wird nach Gl. (7.2) berechnet.
Gurt kc wird nach Gl. (7.3) berechnet.

 

max. ds

Größter vorhandener Stabdurchmesser der Betonstahlbewehrung zur Auswertung der Glei­chun­gen (7.6N), (7.7N) und (7.11) in Kapitel 7.3 der EN 1992‑1‑1 [mm].

 

max. s

Größter vorhandener Stababstand der Betonstahlbewehrung für den vereinfachten Nachweis der Rissbreite nach Kapitel 7.3.3 (2) der EN 1992‑1‑1 [mm].

 

Festlegung der Betonzugzone

Die Festlegung der Zugbereiche, in denen risseverteilende Mindestbewehrung nach EN 1992‑1‑1, Kapitel 7.3.2, einzulegen ist, kann entweder durch Wahl einer Einwirkungskombination (EK) oder einer Zwangseinwirkung (Biegung, zentrischer Zug) erfolgen.

 

Dickes Bauteil

DIN EN 1992‑1‑1:

Gemäß DIN EN 1992‑1‑1, Kapitel 7.3.2 (5), darf bei dicken Bauteilen unter zentrischem Zwang die Mindestbewehrung zur Begrenzung der Rissbreite nach Gl. (NA.7.5.1) berechnet werden. Damit können sich Einsparungen gegenüber der Berechnung nach Gl. (7.1) ergeben.

 

Mindestbewehrung nach Gl. (16AT)

ÖNORM B 1992‑1‑1:

Bei zentrischem Zwang darf die Mindestbewehrung zur Begrenzung der Rissbreite nach Gl. (16AT) berechnet werden. Damit können sich Einsparungen gegenüber der Berechnung nach Gl. (7.1) ergeben.

 

Beiwert k

Beiwert zur Berücksichtigung nichtlinear verteilter Betonzugspannungen im Querschnitt in EN 1992‑1‑1, Kapitel 7.3.2, Gleichung (7.1).

DIN EN 1992‑1‑1:

Bei Zwang innerhalb des Bauteils darf k mit 0,8 multipliziert werden, wobei für h das Minimum aus Höhe und Breite des Querschnitts oder Teilquerschnitts anzusetzen ist. Bei Zugspannungen infolge außerhalb des Bauteils hervorgerufenen Zwangs gilt k = 1,0.

 

SS EN 1992‑1‑1:

In Abhängigkeit von der Gurtdicke oder Steghöhe h darf k gemäß Artikel 4a zwischen 0,50 (h ≥ 680 mm) und 0,90 (h ≤ 200 mm) angenommen werden.

 

Faktor für fctm

Mit diesem Faktor wird die wirksame Betonzugfestigkeit fct,eff in Bezug auf den Mittelwert der Zugfestigkeit fctm festgelegt, und zwar getrennt für die Berechnung der Mindest­bewehrung nach Gleichung (7.1) und die Berechnung der Rissbreite nach Gleichung (7.9) der EN 1992‑1‑1. Die vom Betonalter abhängige Zugfestigkeit ist in Gleichung (3.4) des Kapitels 3.1.2 definiert. Wenn der Zeitpunkt der Rissbildung nicht mit Sicherheit innerhalb der ersten 28 Tage fest­ge­legt werden kann, sollte für Gleichung (7.1) mindestens eine Zug­festig­keit von 2,9 MN/m² an­ge­nommen werden. Diese Bedingung wird pro­gramm­sei­tig erfüllt, sofern der Abminderungsfaktor mit 1,0 vorgegeben wird.

DIN EN 1992‑1‑1:

Wenn der Zeitpunkt der Rissbildung nicht mit Sicherheit innerhalb der ersten 28 Tage fest­ge­legt werden kann, wird für Gl. (7.1) mindestens eine Zug­festig­keit von 3,0 MN/m² für Normalbeton und 2,5 MN/m² für Leichtbeton an­ge­nommen.

 

Faktor für P0

DIN EN 1992‑2:

Gemäß DIN EN 1992‑2, Kapitel 7.3.2 (NA.111), soll an Arbeitsfugen mit Spanngliedkopplungen der statisch bestimmte Anteil der Vorspannung (P0) mit dem Faktor 0,75 abgemindert werden.

 

Ac,eff ringförmig

Bei kreisförmigen Voll- und Hohlquerschnitten kann der Wirkungsbereich der Bewehrung Ac,eff für den Nachweis der Mindestbewehrung und der Rissbreite nach Wiese et al. (2004) ringförmig ermittelt werden.

 

Beiwert Xi1

Der Verbundbeiwert ξ1 nach EN 1992‑1‑1, Kapitel 7.3.2, Gleichung (7.5), legt fest, in welchem Maße Spann­stahl ge­mäß 7.3.2 (3) auf die Mindest­riss­bewehrung angerechnet werden kann. Er geht ferner in die Berechnung des effektiven Bewehrungsgrads nach Kapitel 7.3.4, Gleichung (7.10), und damit in die direkte Berech­nung der Riss­breite ein. Bei Flächen­elementen ist die Eingabe gesperrt, da hier Spann­stahl generell nicht an­ge­rechnet wird.

ÖNORM B 1992‑1‑1:

Der Verbundbeiwert ξ1 dient auch zur Berücksichtigung des unterschiedlichen Verbundverhaltens von Betonstahl und Spannstahl in den Spannungsnachweisen nach Kapitel 7.2 der Norm.

 

Nachweiskombination

Die Einwirkungskombination (EK) für den Nachweis der Rissbreite ergibt sich in der Regel aus der gewählten Expositionsklasse. Alternativ kann eine davon abweichende Kombination gewählt werden.

 

Nachweismethode

Der Nachweis der Rissbreite kann entweder durch direkte Berechnung nach EN 1992‑1‑1, Kapitel 7.3.4 oder vereinfacht durch Begrenzung der Stababstände mit Hilfe der Tabelle 7.3N erfolgen. Tabelle 7.3N sollte nur bei einlagiger Zugbewehrung mit d1 = 4 cm unter überwiegender Lastbeanspruchung angewandt werden (vgl. Zilch, Rogge (2002), S. 277; Fingerloos et al. (2012), S. 109; Heft 600 des DAfStb (2012), S. 127). Für beide Methoden kann optional eine konstante, mittlere Stahldehnung innerhalb Ac,eff als Berechnungsgrundlage gewählt werden.

ÖNORM B 1992‑1‑1:

Die Methode ist bei einlagiger Bewehrung mit den Stababständen gemäß Tabelle 10AT bzw. 11AT anwendbar. Diese gelten für Betondeckungen 25 mm ≤ cnom ≤ 40 mm mit Stabdurchmessern 8 mm ≤ ds ≤ 20 mm.

 

Lastdauer; kt

Mit dieser Auswahl wird der Faktor kt in Gleichung (7.9) zur Berechnung der Rissbreite festgelegt.

DIN EN 1992‑2:

Für Brücken ist stets der Faktor kt = 0,4 anzunehmen.