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Bei Polygon- und Stahlbetonverbundquerschnitten werden für die Querkraft- und Torsionsbemessung zusätzliche Querschnittsabmessungen benötigt. Diese werden nachfolgend erläutert. Bei Querschnitten mit interner Vorspannung oder vom Rechteck abweichender Form sollten die vom Programm vorgeschlagenen Abmessungen überprüft werden.

Breite
Querschnittsbreite bw zur Berechnung der Querkrafttragfähigkeit für Qz [m].
Höhe
Querschnittshöhe h zur Berechnung der Querkrafttragfähigkeit für Qy [m].
Nutzhöhe
Statisch wirksame Höhe d zur Berechnung der Querkrafttragfähigkeit für Qz [m].
Nutzbreite
Statisch wirksame Breite bn zur Berechnung der Querkrafttragfähigkeit für Qy [m].
Nom. Breite, Nom. Höhe
Die nominelle Breite bw.nom bzw. Höhe hnom intern vorgespannter Bauteile gemäß EN 1992‑1‑1, Kapitel 6.2.3 (6), zur Berücksichtigung der Hüllrohrdurchmesser bei der Berechnung des Bemessungswertes der Quertragfähigkeit VRd,max.
Faktor kb, Faktor kd
Faktor zur Berechnung des inneren Hebelarms z aus der Nutzbreite bn bzw. Nutzhöhe d im Nachweis der Quertragfähigkeit für Qy bzw. Qz.
Kernquerschnitt Ak = z1 * z2
Abmessungen des Kernquerschnitts für die Berechnung der Torsionsbewehrung [m].
tef
Die effektive Wandstärke des Torsionsquerschnitts nach EN 1992‑1‑1, Bild 6.11 [m]. Im Dialog wird der Vorschlagswert für tef gemäß 6.3.2 (1) ermittelt und zusätzlich auf 0,5 · min(Breite, Höhe) nach oben begrenzt.
DIN EN 1992‑2: Zum Nachweis für kombinierte Beanspruchung aus Torsion und anteiliger Querkraft kann gemäß Kapitel 6.8.2 (NA.102) die Wandstärke von Kastenquerschnitten für beide Richtungen des Querschnitts getrennt definiert werden. |
Kastenquerschnitt
Auswahl der für Kastenquerschnitte geltenden Regeln zum Nachweis der Maximaltragfähigkeit nach Kapitel 6.3.2 (4) und erforderlichen Bewehrung nach Kapitel 6.3.2 (5) bei kombinierter Beanspruchung aus Querkraft und Torsion.
DIN EN 1992‑2: Bei Kastenquerschnitten wird gemäß Kapitel 6.3.2 (NA.106) zusätzlich die Hauptdruckspannung nachgewiesen. |
Hebelarm
DIN EN 1992‑2: Der innere Hebelarm z kann auf folgende Arten definiert werden:
Der maßgebende Hebelarm wird gemäß DIN EN 1992‑1‑1, Kapitel 6.2.3 (1), auf den Bereich 0,1·d ≤ z ≤ max( d – 2cv,l; d – cv,l – 30 mm) begrenzt und im ausführlichen Nachweisprotokoll dokumentiert. |
Wenn auf der Dialogseite Basiswerte die Kreisbemessung nach Bender et al. (2010) für die resultierende Querkraft Qr gewählt wurde, sind die Ersatzquerschnitte für die Schubbemessung in nachfolgendem Dialog zu definieren.

Breite bw
Wirksame Querschnittsbreite bw zur Berechnung der Querkrafttragfähigkeit für Qr = √(Qy² + Qz²). Gemäß Empfehlung des Deutschen Normenausschusses Bauwesen (NABau) soll für die wirksame Breite bw der kleinere Wert der Querschnittsbreite am Schwerpunkt der Stahlzugkräfte und der Betondruckkräfte gewählt werden. Das Programm schlägt bei Kreisquerschnitten für bw die Abmessung des dem Kreis einbeschriebenen Quadrats (D · √2) vor, bei Ringquerschnitten die doppelte Wandstärke.
Nutzhöhe d
Statisch wirksame Höhe d zur Berechnung der Querkrafttragfähigkeit für Qr. Das Programm schlägt d = h – d1 vor, wobei die Höhe zu h = D · √2 gesetzt wird und d1 den Randabstand der äußeren Bewehrungslage angibt.
Faktor kd
Faktor zur Berechnung des inneren Hebelarms z aus der Nutzhöhe d im Nachweis für Qr.
Wirksamkeitsfaktor
Der Wirksamkeitsfaktor αk ist nach Bender et al. (2010), S. 422, beanspruchungsabhängig (0,715 ≤ αk ≤ 0,785) und kann als Mittelwert zu αk = 0,75 angenommen werden.
Wendelneigung
Winkel zwischen Querkraftbewehrung und Bauteilachse. Bei Eingabe einer Neigung von 90° wird von ringförmigen Einzelbügeln ausgegangen.
z1, z2, tef
Die Abmessungen z1, z2 des quadratischen Kernquerschnitts und die effektive Wandstärke tef des Torsionskastens werden nach EN 1992‑1‑1, Bild 6.11, definiert. Im Dialog wird der Vorschlagswert für tef mit der Abmessung des dem Kreis einbeschriebenen Quadrats (D · √2) gemäß EN 1992‑1‑1, Kapitel 6.3.2 (1), ermittelt und zusätzlich auf 0,5 · D · √2 nach oben begrenzt. Die Bemessung für Torsion erfolgt nach Norm für senkrechte Bügel.