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zul sigma.c
Die Betondruckspannung σc ist in den Bau- und Endzuständen nach EN 1992‑1‑1, Kapitel 7.2 (2), auf 0,60·fck unter der charakteristischen Einwirkungskombination zu begrenzen. Diese Grenze darf gemäß EN 1992‑2, Kapitel 7.2 (102), um 10% erhöht werden, wenn die Betondruckzone umschnürt ist. Falls die Spannung im Beton unter quasi-ständiger Kombination die Grenze 0,45·fck nicht übersteigt, darf nach 7.2 (3) von linearem Kriechen ausgegangen werden, anderenfalls ist nicht-lineares Kriechen zu berücksichtigen.
ÖNORM B 1992‑2: Eine Erhöhung der Spannungsgrenze ist auch bei Umschnürung der Druckzone unzulässig. |
zul sigma.c(t)
Zulässige Betonspannung σc(t) zum Zeitpunkt t der Einleitung der Vorspannung gemäß EN 1992‑1‑1, Kapitel 5.10.2.2 (5), Gl. (5.42). Übersteigt die Druckspannung den Wert 0,45·fck(t), so soll nach EN 1992‑1‑1 die Nichtlinearität des Kriechens berücksichtigt werden. Der Zeitpunkt der Eintragung der Vorspannung wird im Programm bei der Bemessungssituation „G1+P“ angenommen.
fck(t)
Betondruckfestigkeit zum Zeitpunkt t der Eintragung der Vorspannung gemäß EN 1992‑1‑1, Kapitel 5.10.2.2 (5) [MN/m²].
Betonstahlspannungen
Die Zugspannungen in der Bewehrung dürfen nach EN 1992‑1‑1, Kapitel 7.2 (5), unter der charakteristischen Einwirkungskombination den Wert 0,8·fyk nicht übersteigen. Bei Spannungen aus indirekter Einwirkung darf die Grenze zu 1,0·fyk angenommen werden.
SS EN 1992‑1‑1: Als Grenze wird gemäß Artikel 19 generell 1,0·fyk angenommen. |
Dekompression, Nachweiskombination
Die Einwirkungskombination (EK) für den Nachweis der Dekompression ergibt sich in der Regel aus der gewählten Expositionsklasse. Alternativ kann eine davon abweichende Kombination gewählt werden.
Dekompression, Bezug für Nachweisseite
DIN EN 1992‑2: Schwerpunkt: Wenn der dem Spannglied nächstgelegene Randpunkt oberhalb des Schwerpunkts liegt, wird die Spannung auf der Oberseite, anderenfalls auf der Unterseite des Querschnitts nachgewiesen. Halbe Höhe: Wenn das Spannglied oberhalb der halben Querschnittshöhe liegt, wird die Spannung auf der Oberseite, anderenfalls auf der Unterseite des Querschnitts nachgewiesen. |
Dekompression, Nachweisspannung
DIN EN 1992‑2, ÖNORM B 1992‑2: Maßgebliche Spannung für den Dekompressionsnachweis bei Flächenelementen (σ1, σx, σy). |
Hauptzugspannungen nur im Bereich von Längsdruck
DIN EN 1992‑2: Mit dieser Option lassen sich die Anwendungsvorschriften des Kapitels 7.3.1 (NA.112) nutzen. Diese lassen bei vorgespannten Eisenbahnbrücken zu, den Nachweis auf den Bereich von Längsdruckspannungen zu begrenzen, sofern keine zugbeanspruchten Gurte anschließen. Die Prüfung der Anwendungsvoraussetzungen obliegt dem Anwender. |
Vollquerschnitt Av
DIN EN 1992‑2: Fläche des Vollquerschnitts zur Berechnung der Normalspannung aus Längskraft (vgl. Rossner/Graubner 2012, S.228), wenn die Querschnittsabmessungen auf die mitwirkende Plattenbreite reduziert wurden. Falls alternativ der Querschnitt als Vollpolygon mit Angabe der mitwirkende Breite definiert wurde, ist die Eingabe von Av gesperrt (s. auch Kapitel Strukturbeschreibung/Polygonquerschnitt). |