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Die Vorgaben gelten für die Berechnung der Mindestbewehrung und den Nachweis der Rissbreite.

Querschnittsrand
Die folgenden Eigenschaften können für die Querschnittsränder und Bewehrungsrichtungen unterschiedlich definiert werden:
| wmax | Grenzwert der rechnerischen Rissbreite [mm]. |
| sr,max | größter zulässiger Rissabstand [mm]. |
| kc | Berechnungsmethode für den Beiwert kc. |
| max. ds | größter vorhandener Stabdurchmesser [mm]. |
| max. s | größter vorhandener Stababstand [mm]. |
Zur Bearbeitung stehen die folgenden Optionen zur Verfügung:
| Standard | Die Standard-Definition gilt für nicht spezifizierte Ränder und Richtungen. |
| Oben, unten, x, y | Definition für den oberen oder unteren Rand in Bewehrungsrichtung x oder y. |
| <Hinzufügen> | Startet den Dialog zum Hinzufügen eines Querschnittsrands. |
| <Löschen> | Löscht den angezeigten Querschnittsrand. |
wmax
Grenzwert für die rechnerische Rissbreite nach DIN FB 102, Kapitel 4.4.0.3 (103), Tabelle 4.118 [DIN EN 1992‑2, Kapitel 7.3.1, Tabelle 7.101DE]. Das Programm schlägt den Tabellenwert vor, der sich aus der gewählten Anforderungsklasse und der Vorspannung des Bauteils ergibt. Nach Freischaltung des Eingabefeldes kann dieser Wert modifiziert werden, um z.B. die verminderten Anforderungen in Nachweisstufe 2 gemäß Kapitel 12.6 der Richtlinie zu berücksichtigen.
sr,max
Bei der Berechnung der Rissbreite wird der Rissabstand sr,max standardmäßig nach DIN FB 102, Gleichung (4.203) [DIN EN 1992‑2, Gleichung (7.11)] ermittelt. Alternativ kann vom Anwender eine Obergrenze für vorgegeben werden, um z.B. die Besonderheiten gemäß Kapitel 4.4.2.4 (5)* [Kapitel 7.3.4 (4), (5)] zu berücksichtigen.
Beiwert kc
Zur Berechnung des Beiwerts kc stehen folgende Methoden zur Auswahl:
| auto | Bei rechteckigen Vollquerschnitten wird kc nach DIN FB 102, Gl. (4.195) [DIN EN 1992‑1‑1, Gl. (7.2)], in allen anderen Fällen nach Gl. (4.195a) [Gl. (7.3)] berechnet. |
max. ds
Größter vorhandener Stabdurchmesser der Betonstahlbewehrung nach DIN FB 102, Kapitel 4.4.2.2 (6)* [DIN EN 1992‑2, Kapitel 7.3.3 (2)].
max. s
Größter vorhandener Stababstand der Betonstahlbewehrung für den vereinfachten Nachweis der Rissbreite nach DIN FB 102, Kapitel 4.4.2.3 (2)* [DIN EN 1992‑1‑1, Kapitel 7.3.3 (2)] [mm].
Festlegung der Betonzugzone
Die Festlegung der Zugbereiche, in denen risseverteilende Mindestbewehrung nach DIN FB 102, Kapitel 4.4.2.2 [DIN EN 1992‑2, Kapitel 7.3.2], einzulegen ist, kann entweder durch Wahl einer Einwirkungskombination (EK) oder einer Zwangseinwirkung (Biegung, zentrischer Zug) erfolgen.
Dickes Bauteil
Gemäß DIN FB 102, Kapitel 4.4.2.2 (9) [DIN EN 1992‑2, Kapitel 7.3.2 (5)], darf bei dicken Bauteilen unter zentrischem Zwang die Mindestbewehrung zur Begrenzung der Rissbreite nach Gleichung (4.197a) [Gleichung (NA.7.5.1)] berechnet werden. Damit können sich Einsparungen gegenüber der Berechnung nach Gleichung (4.194) [Gleichung (7.1)] ergeben.
Faktor für P0
Gemäß DIN FB 102, Kapitel 4.4.2.2 (107), [DIN EN 1992‑2, Kapitel 7.3.2 (NA.111)] soll an Arbeitsfugen mit Spanngliedkopplungen der statisch bestimmte Anteil der Vorspannung (P0) mit dem Faktor 0,75 abgemindert werden.
Beiwert k
Beiwert zur Berücksichtigung nichtlinear verteilter Betonzugspannungen im Querschnitt in Abhängigkeit von der Bauteildicke h gemäß DIN FB 102, Kapitel 4.4.2.2 (5)*.
DIN EN 1992‑2:
Bei Zwang innerhalb des Bauteils darf k gemäß Kapitel 7.3.2 (2) mit 0,8 multipliziert werden, wobei für h das Minimum aus Höhe und Breite des Querschnitts oder Teilquerschnitts anzusetzen ist. Bei Zugspannungen infolge außerhalb des Bauteils hervorgerufenen Zwangs gilt k = 1,0.
Faktor für fctm
Mit diesem Faktor wird die wirksame Betonzugfestigkeit fct,eff in Bezug auf den Mittelwert der Zugfestigkeit fctm festgelegt, und zwar getrennt für die Berechnung der Mindestbewehrung und die Berechnung der Rissbreite. Wenn der Zeitpunkt der Rissbildung nicht mit Sicherheit innerhalb der ersten 28 Tage festgelegt werden kann, sollte zur Berechnung der Mindestbewehrung mindestens eine Zugfestigkeit von 3,0 MN/m² für Normalbeton und von 2,5 MN/m² für Leichtbeton angenommen werden. Diese Bedingung wird programmseitig erfüllt, sofern der Abminderungsfaktor mit 1,0 vorgegeben wird.
Ac,eff ringförmig
Bei kreisförmigen Voll- und Hohlquerschnitten kann der Wirkungsbereich der Bewehrung Ac,eff für den Nachweis der Mindestbewehrung und der Rissbreite nach Wiese et al. (2004) ringförmig ermittelt werden.
Beiwert Xi1
Der Verbundbeiwert ξ1 nach DIN FB 102, Gleichung (4.197) [DIN EN 1992‑2, Gleichung (7.5)], legt fest, in welchem Maße Spannstahl gemäß Kapitel 4.4.2.2 (7)* [Kapitel 7.3.2 (3)] auf die Mindestrissbewehrung angerechnet werden kann. Er geht ferner in die Berechnung des effektiven Bewehrungsgrads nach Gleichung (4.200a) [Gleichung (7.10)] und damit in die direkte Berechnung der Rissbreite ein. Bei Flächenelementen ist die Eingabe gesperrt, da hier Spannstahl generell nicht angerechnet wird.
Nachweiskombination
Die Einwirkungskombination (EK) für den Nachweis der Rissbreite ergibt sich in der Regel aus der gewählten Anforderungsklasse und der Vorspannung des Bauteils. Alternativ kann eine davon abweichende Kombination gewählt werden.
Nachweismethode
Der Nachweis der Rissbreite kann entweder durch direkte Berechnung nach DIN FB 102, Kapitel 4.4.2.4 [DIN EN 1992‑1‑1, Kapitel 7.3.4], oder vereinfacht durch Begrenzung der Stababstände mit Hilfe der Tabelle 4.121 [Tabelle 7.3N] erfolgen. Die Stababstandstabelle sollte nur bei einlagiger Zugbewehrung mit d1 = 4 cm unter überwiegender Lastbeanspruchung angewandt werden (vgl. Zilch, Rogge (2002), S. 277; Fingerloos et al. (2012), S. 109; Heft 600 des DAfStb (2012), S. 127).
Für beide Methoden kann optional eine konstante, mittlere Stahldehnung innerhalb Ac,eff als Berechnungsgrundlage gewählt werden.
Ohne Bewehrungserhöhung
Normalerweise wird zur Einhaltung der geforderten Rissbreite bei Bedarf die Rissbewehrung automatisch erhöht. Mit diesem Schalter lässt sich die Bewehrungserhöhung deaktivieren. Wenn der Nachweis gemäß Berechnungseinstellungen auf Grundlage der vorhandenen Bewehrung zu führen ist, hat der Schalter keine Bedeutung.
Lastdauer; kt
DIN EN 1992‑2:
Mit dieser Auswahl wird der Faktor kt in Gleichung (7.9) zur Berechnung der Rissbreite festgelegt. Für Brücken ist stets der Faktor kt = 0,4 anzunehmen.
Hinweis
Nach Kapitel 12.6 (2) der Richtlinie können bei vorläufig eingeschränkter Nutzungsdauer der Bauwerke verminderte Anforderungen an die zulässigen Grenzwerte der Rissbreiten gestellt werden. In Nachweisstufe 2 darf nach Kapitel 12.5.3 (3) auf den Nachweis der Mindestbewehrung verzichtet und die Rissbreite statt dessen mit der vorhandenen Bewehrung und der tatsächlichen Betonfestigkeit nachgewiesen werden