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zul sigma.c
Die Betondruckspannung σc ist in den Bau- und Endzuständen nach DIN FB 102, Kapitel 4.4.1.2 (103)P [DIN EN 1992‑2, Kapitel 7.2 (102)], auf 0,60·fck unter der nichthäufigen [charakteristischen] Einwirkungskombination zu begrenzen. Diese Grenze darf um 10% erhöht werden, wenn die Betondruckzone z.B. durch Querbewehrung umschnürt ist. Falls die Gebrauchstauglichkeit durch Kriechen wesentlich beeinflusst wird, soll nach DIN FB 102, Kapitel 4.4.1.2 (104)*P [DIN EN 1992‑2, Kapitel 7.2 (3)] zusätzlich die Grenze 0,45·fck unter der quasi-ständigen Kombination eingehalten werden.
zul sigma.c(t)
Zulässige Betonspannung σc(t) zum Zeitpunkt t der Einleitung der Vorspannung gemäß DIN FB 102, Kapitel 4.4.1.2 (102)P [DIN EN 1992‑2, Kapitel 5.10.2.2 (5), Gl. (5.42)]. Übersteigt die Druckspannung den Wert 0,45·fc(t), so soll die Nichtlinearität des Kriechens berücksichtigt werden. Der Zeitpunkt der Eintragung der Vorspannung wird im Programm bei der Bemessungssituation „G1+P“ angenommen.
fc(t)
Betondruckfestigkeit zum Zeitpunkt t der Eintragung der Vorspannung gemäß DIN FB 102, Kapitel 4.4.1.2 (102)P [DIN EN 1992‑2, Kapitel 5.10.2.2 (5)].
Betonstahlspannungen
Die Zugspannungen in der Bewehrung dürfen nach DIN FB 102, Kapitel 4.4.1.3 (105), unter der nicht-häufigen Einwirkungskombination den Wert 0,8·fyk nicht übersteigen.
DIN EN 1992‑2:
Die Zugspannungen in der Bewehrung dürfen nach Kapitel 7.2 (5) unter der charakteristischen Einwirkungskombination den Wert 0,8·fyk nicht übersteigen. Bei Spannungen aus indirekter Einwirkung darf die Grenze zu 1,0·fyk angenommen werden.
Dekompression, Bezug für Nachweisseite
DIN EN 1992‑2: Schwerpunkt: Wenn der dem Spannglied nächstgelegene Randpunkt oberhalb des Schwerpunkts liegt, wird die Spannung auf der Oberseite, anderenfalls auf der Unterseite des Querschnitts nachgewiesen. Halbe Höhe: Wenn das Spannglied oberhalb der halben Querschnittshöhe liegt, wird die Spannung auf der Oberseite, anderenfalls auf der Unterseite des Querschnitts nachgewiesen. |
Dekompression, Nachweisspannung
Maßgebliche Spannung für den Dekompressionsnachweis bei Flächenelementen (σ1, σx, σy).
Hauptzugspannungen nur im Bereich von Längsdruck
Mit dieser Option lassen sich die Anwendungsvorschriften des DIN FB 102, Kapitel 4.4.0.3 (6)P [DIN EN 1992‑2, Kapitel 7.3.1 (NA.112)], nutzen. Diese lassen bei vorgespannten Bauteilen zu, den Nachweis auf den Bereich von Längsdruckspannungen zu begrenzen, sofern keine zugbeanspruchten Gurte anschließen (vgl. auch DIN 4227‑1, Kapitel 12.2 (1)). Die Prüfung der Anwendungsvoraussetzungen obliegt dem Anwender.
Vollquerschnitt Av
Fläche des Vollquerschnitts zur Berechnung der Normalspannung aus Längskraft gemäß DIN FB 102, Kapitel 4.4.1.1 (109) [DIN EN 1992‑2: vgl. Rossner/Graubner 2012, S. 228], wenn die Querschnittsabmessungen auf die mitwirkende Plattenbreite reduziert wurden. Falls alternativ der Querschnitt als Vollpolygon mit Angabe der mitwirkende Breite definiert wurde, ist die Eingabe von Av gesperrt (s. auch Kapitel Strukturbeschreibung/Polygonquerschnitt).
Hinweis
In Nachweisstufe 2 können nach Kapitel 12.5.3 (2) der Richtline verminderte Anforderungen an den Nachweis der Dekompression gestellt werden.