|
<< Hier Klicken, um das Inhaltsverzeichnis anzuzeigen >>
|
|
Die Dialogseite Nachrechnungsrichtlinie ist über die Funktion Einstellungen im Berechnungsmenü erreichbar.

Basisnorm
Maßgebende Norm für die Nachweisführung gemäß Kapitel 4.2 (2) der Richtlinie.
Maßgebende Stufe für die Nachweisführung gemäß Kapitel 4.2 (2) der Richtlinie. In Nachweisstufe 4 steht der Schubnachweis gemäß der Kanadischen Norm CSA‑A23.3‑14 im Querschnittsdialog zur Auswahl.
Grundlage für Nachweise
Die Nachweise können alternativ auf Grundlage der vorhandenen oder der erforderlichen Längs‑, Querkraft- und Torsionsbewehrung geführt werden. Die Vorgabe ist für folgende Nachweise relevant:
| • | Berechnung der Rissbreiten |
| • | Nachweis der Betondruckspannungen |
| • | Spannungsnachweis für Betonstahl- und Spannstahl |
| • | Ermüdungsnachweis für Längsbewehrung und Spannstahl |
| • | Ermüdungsnachweis für Schub- und Torsionsbewehrung |
| • | Ermüdungsnachweis für Beton unter Längsdruck |
| • | Ermüdungsnachweis für Betondruckstreben |
Nachweisauswahl
Bei der Nachweisauswahl sind folgende Fälle zu unterscheiden:
|
bzw. |
|
Der Nachweis wird gemäß Einstellung im Querschnittsdialog geführt (siehe Querschnittseingaben). |
|
bzw. |
|
Der Nachweis wird für alle Querschnitte des Tragwerks geführt. |
|
bzw. |
|
Der Nachweis wird für keinen Querschnitt des Tragwerks geführt. |
Zugehörige Querschnittseinstellungen werden dabei folgendermaßen zusammengefasst:
| Bewehrung | Biegung und Längskraft Querkraft Torsion Robustheit |
| Rissbreiten | Mindest-Rissbewehrung Berechnung der Rissbreite |
Mit der Funktion Bemessungsvorgaben im Ordner Nachrechnungsrichtlinie Brückennachweise der Datenbasis kann eine Nachweisübersicht angezeigt werden.
Spannbetonüberbau
Auswahl zur Festlegung der Nachweisbedingungen gemäß DIN EN 1992‑2, Tabelle 7.101DE.
Ermittlung der Nachweisschnittgrößen
| • | Min/Max‑Kombination Für jede Komponente der Schnittgrößen werden unter Beachtung der Kombinationsvorschrift die minimalen und maximalen Werte ermittelt. Diese bilden mit den jeweils zugehörigen Werten die Nachweisschnittgrößen. |
| • | Vollständige Kombination Zur Bestimmung der Nachweisschnittgrößen werden alle sich aus der Kombinationsvorschrift ergebenden Möglichkeiten des Zusammenwirkens von Einwirkungen berücksichtigt. Der Berechnungsaufwand steigt exponentiell mit der Anzahl inklusiver Lastfälle. |
Die Besonderheiten der beiden Verfahren werden im Kapitel Nachweisschnittgrößen näher erläutert.
Einwirkungen...
Startet den Dialog zur Beschreibung der Einwirkungen.
Sicherheitsbeiwerte...
Startet den Dialog zur Änderung der Teilsicherheitsbeiwerte.
| • | Nicht erstellen: Vom Nachweisprogramm wird kein Protokoll erzeugt. |
| • | Standard: Protokoll mit tabellarischer Ausgabe der Ergebnisse. |
| • | Ausführlich: Zusätzliche Ausgabe der maßgeblichen Kombinationsschnittgrößen an den Nachweisorten. |
| • | Standard > zulässig: Beschränkung des Standardprotokolls auf Nachweisorte mit Überschreitungen zulässiger Grenzwerte. |
| • | Ausführlich > zulässig: Beschränkung des ausführlichen Protokolls auf Nachweisorte mit Überschreitungen zulässiger Grenzwerte. |
Abhängig von der gewählten Basisnorm und der Nachweisstufe werden nach Bestätigung durch den Anwender für die Sicherheits- und Kombinationsbeiwerte sowie für die Nachweisvorgaben Standardwerte eingestellt, deren Unterschiede sich aus nachfolgender Tabelle ergeben. Für beide Normen und Nachweisstufen identische Werte sind nicht aufgeführt.
|
Nachweisstufe 1 |
Nachweisstufe 2 |
Nachweisstufe 2 (4) |
|||
|
DIN FB |
DIN EN |
DIN FB |
DIN EN |
DIN FB |
DIN EN |
Betonstahl γs, ständige K. - außergewöhnliche Komb. - Ermüdung |
1,15 1,0 1,15 |
1,05 1) 1,0 1,05 1) |
1,05 1) 1,0 1,05 1) |
|||
Spannstahl γs, ständige K. - außergewöhnliche Komb. - Ermüdung (Zul. EC2) - Ermüdung (Zul. DIN 4227) |
1,15 1,0 1,15 1,25 |
1,1 1) 1,0 1,1 1) 1,1 1) |
1,1 1) 1,0 1,1 1) 1,1 1) |
|||
Ständige Einwirkung γG |
1,35 |
1,2 2) |
1,2 2) |
|||
Lastmodell LM1 / LMM γQ |
1,5 |
1,35 |
1,5 |
1,35 |
1,5 |
1,35 |
Temperatureinwirkung ψ0 |
0,8 3) |
0,8 |
0,8 |
|||
Windeinwirkung ψ0 |
0,6 |
0,5 |
0,6 |
0,5 |
0,6 |
0,5 |
Druckstrebenneigung cot θ |
4/7 ≤ cot θ ≤ 7/4 Gl. (4.122) |
1 ≤ cot θ ≤ 7/4 Gl.(6.107aDE) |
1 ≤ cot θ ≤ 2,5 4) NRR Gl.(12.12, 12.22) 5) |
CSA A23.3‑14, Gl.(11.11) |
||
Hebelarm z |
k * Nutzhöhe |
NRR Gl. (12.16) |
CSA A23.3‑14, S. 32 |
|||
Querkraftnachweis über σ1 |
gesperrt |
zugelassen |
zugelassen |
|||
Qu.nachweis nach Hegger 7) |
gesperrt |
zugelassen |
zugelassen |
|||
Anrechnung von Ap auf Asl,T |
gesperrt |
zugelassen |
zugelassen |
|||
Rissbreite wk |
Tab. |
Tab. |
Tab. |
Tab. |
Tab. |
Tab. |
Streufaktoren Bauzustand |
1,10 / 0,95 |
1,10 / 0,90 |
1,00 / 0,95 |
1,00 / 0,95 |
||
Streufaktoren Endzustand |
1,10 / 0,90 |
Rissnachweis wie Stufe 1 |
Rissnachweis wie Stufe 1 |
|||
| 1) | Nach Kap. 12.3.3 (1), (3) der Richtlinie soll für den statisch wirksamen Hebelarm ein Differenzmaß Δds = ±2 cm und Δdp = ±1 cm angesetzt werden. Eine automatische Berücksichtigung ist programmseitig nicht möglich. |
| 2) | Nach Kapitel 12.3.2 (1) darf der Teilsicherheitsbeiwert zu γG = 1,2 angenommen werden, wenn die Eigenlast durch Messungen genauer bekannt ist. Das Vorliegen dieser Voraussetzung ist im Dialog zu bestätigen. |
| 3) | DIN EN 1992‑2: vgl. ARS 22/2012, Anlage 2, Buchstabe B), Absatz (2) |
| 4) | cot θ ≤ 3 nach Gl. (12.15) bei eingeschränkter Nutzungsdauer von 20 Jahren zulässig (Nachweisklasse C) |
| 5) | Bei Spannbetonbauteilen darf im Ermüdungsnachweis nach Stufe 2 der Druckstrebenwinkel gemäß Gl. (12.22) angenommen werden, wenn der vorhandene Querkraftbewehrungsgrad ρw,prov zwischen dem Mindestquerkraftbewehrungsgrad ρw,min und dem oberen Grenzwert ρw,lim = 0,35% liegt. Diese Voraussetzung wird programmseitig geprüft. |
| 6) | wk = 0,3 mm für Stahlbeton mit eingeschränkter Nutzungsdauer von 20 Jahren zulässig (Nachweisklasse C) |
| 7) | Querkraftnachweis mit Betontraganteil nach Hegger (2024) |